Die Verlegung – Schritt für Schritt

Nach der Vorbereitung beginnt jetzt die eigentliche Verlegung der Fußbodenheizung. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die einzelnen Arbeitsschritte beispielhaft an unserem System TE 25 Therm GF. Für die praktische Umsetzung haben wir die wichtigsten Schritte zusätzlich in Videoform aufbereitet und direkt im Beitrag verlinkt.

Schritt 1: Randdämmstreifen anbringen

Vor der Verlegung der NORIT-TE Therm-Elemente bringst du zunächst umlaufend den NORIT-Randdämmstreifen an. Die Schleppfolie legst du flächig im Raum aus. Stöße an Folie und Randdämmstreifen klebst du mit Klebeband dicht ab, damit alles sauber abschließt. Der Randämmstreifen übernimmt hier die Schallentkopplung und bietet Spielraum für die Längenausdehnung. Sofern Brandschutzanforderungen bestehen, verwende ein Randdämmstreifen aus Mineralwolle. Ein typischer Fehler entsteht, wenn der Randdämmstreifen nicht vollflächig auf dem Untergrund aufliegt.

- Anbringen des NORIT-Randdämmstreifens (Video ab 00:09)

Schritt 2: Platten verlegen

Die NORIT-TE 25 Therm-Elemente verlegst du von links nach rechts. In schmalen Räumen oder Fluren lohnt sich eine Längsanordnung.

Bei der ersten Reihe lässt du die wandseitige Feder stehen und kürzt sie nicht ab. Du legst die Platten auf die Schleppfolie, sodass die Feder zum Randdämmstreifen zeigt und die Nut in den Raum hineinweist. Den Klebstoff trägst du mit der passenden Spitze in die raumseitige Nut auf (ca. 30 g/m²). Die nächsten Elemente setzt du gerade an und schiebst sie mit leichtem Druck gegen die bereits verlegte Platte. Achte darauf, dass die Fuge geschlossen bleibt. Die Nut-Feder-Verbindung lässt sich dabei gut per Hand zusammenschieben.

Dehnungsfugen werden erst ab einer Raumlänge von 20 Metern nötig. Randplatten ziehst du mit einem TE-Zugeisen leicht an den Rand. Um den Abstand zur Wand zu sichern, kannst du Keile verwenden, die du nach dem Verlegen wieder entfernst. Reststücke einer Reihe, die mindestens 150 mm lang sind, kannst du direkt als erstes Element der nächsten Reihe wiederverwenden.

Verlege die Platten im schleppenden Verband mit T-Stößen und halte dabei einen Mindestversatz von 150 mm ein. Alternativ legst du die erste und zweite Reihe parallel und arbeitest dich stufenförmig vorwärts. Für gerade Schnitte eignet sich eine Handkreissäge, für Rundungen und kleinere Ausschnitte nimmst du besser eine Stichsäge.

- Verlegung und Verkleben der Gipsfaser U- und E-Platten (Video ab 00:28)

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Schritt 3: Grundierung auftragen

Die rötliche Grundierung trägst du mit einem Drucksprüher gleichmäßig auf die gesäuberte Fläche auf. Damit auch die Flanken der Ausfräsungen vollständig bedeckt sind, sprühst du kreuzweise aus mehreren Richtungen. So erreichst du alle Ecken und Kanten zuverlässig.

Die NORIT-Grundierung mischst du im Verhältnis 1:4 mit Wasser.

Die zu erzielende Auftragsmenge des Gemisches beträgt 250 g/m². Typische Fehler entstehen, wenn die Grundierung vor dem Vermengen nicht gut geschüttelt wurde oder die Fläche nicht frei von Verschmutzungen ist.

- Auftragen der NORIT-Grundierung (Video ab 02:05)

Schritt 4: Heizrohr verlegen

Beim Einlegen sollte das Rohr sauber in die Fix-Führung einklicken und gerade liegen. Über die laufende Markierung auf dem Rohr behältst du die max. Heizkreislänge im Blick. Wird das Rohr durch aufgehende Wände oder Zwischendecken geführt, legst du es dort in ein Schutzrohr. Das schützt die Oberfläche vor Beschädigungen.

Wann DIY Grenzen hat

Die Anschlüsse am Heizkreisverteiler und die Dichtheitsprüfung nach DIN 1264 sollte ein Fachmann übernehmen. Das ist sicherer und in der Regel vorgeschrieben. Die reine Verlegung kannst du aber vorab selbst erledigen.

Fehler entstehen meist dann, wenn bei der Verlegung das Rohr verdrillt oder knickt, die Längenkontrolle nicht durchgeführt oder auf Schutzrohre, wo nötig, verzichtet wird.

- Verlegung des NORIT-Heizrohrs (Video ab 02:27)

Schritt 5: Vergießen

Vor dem Vergießen prüfst du noch einmal, ob das Heizrohr sauber in der Fix-Führung liegt.

Anrühren

Für die Vergussmasse füllst du 6,2 Liter Wasser in einen geeigneten Behälter und rührst darin einen 25-Kilo-Sack etwa ein bis zwei Minuten klumpenfrei an. Verwende dafür einen geeigneten Rührquirl wie den Collomix WK 120 und halte ihn dabei komplett in der Masse. Die Verarbeitungszeit beträgt danach 30 bis 35 Minuten. Calciumsulfat- und zementgebundene Vergussmassen solltest du nicht miteinander mischen.

Vergießen

Du verteilst die NORIT-Vergussmasse Universal auf der grundierten Fläche und ziehst sie auf den Platten flächenbündig ab. Die zweite Schicht kommt nach etwa 50 Minuten, sobald die erste angetrocknet ist. Dabei ziehst du mit der NORIT-Rakel 3 Millimeter Überstand ab – ohne vorher neu zu grundieren. Danach entlüftest du die Fläche mit einer Stachelwalze und bearbeitest sie abschließend noch einmal.

Nach dem Vergießen
Lüfte den Raum nach dem Aushärten gut durch. Während des Trocknens sollte ein gleichmäßiger Luftwechsel gegeben sein. Schütze frische Flächen außerdem vor Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung und ungleichmäßiger Wärmeentwicklung.

- Erstes + zweites Vergießen NORIT-Vergussmasse Universal (Video ab 03:12)

Mit einer sauberen Verlegung ist der wichtigste praktische Schritt geschafft. Wer die einzelnen Arbeitsschritte noch einmal direkt in der Anwendung sehen möchte, findet die passenden Verlegevideos zu unseren Systemen auf unserem YouTube-Kanal.

Sobald die Verlegung steht, geht es ans Finish. Im nächsten Teil unserer Serie zeigen wir dir passende Bodenbeläge, Beschichtungen und Designtrends, die deinem Boden den letzten Schliff geben.